Freistellungsauftrag

Ein Freistellungsauftrag bewirkt, dass Ihr Kreditinstitut keinen Kapitalertragsteuerabzug bis zur Höhe des Sparer-Pauschbetrages von 801 EUR (bei Ehegatten: 1.602 EUR) vornimmt. So wird der Sparer-Pauschbetrag bereits im laufenden Jahr bei der Besteuerung der Kapitalerträge berücksichtigt und die Steuer muss nicht erst über Ihre Einkommensteuerveranlagung zurückgeholt werden.

Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID)

Die persönliche Steuer-ID ist zu unterscheiden von Ihrer Steuernummer. Im Gegensatz zur Steuernummer, die vom jeweiligen Finanzamt vergeben wird, ist die Steuer-ID Ihnen persönlich zugeordnet und bleibt ein Leben lang bestehen. Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) hat Ihnen die Steuer-ID im Jahr 2008 mitgeteilt. Sie finden Ihre Steuer-ID, die aus 11 Ziffern besteht, auch auf Ihrer Lohnabrechnung oder auf Ihrem Steuerbescheid.

Was ändert sich ab dem 1.1.2016?

Ein Freistellungsauftrag kann nur erteilt werden, wenn der Gläubiger der Kapitalerträge seine Steuer-ID und bei gemeinsamen Freistellungsaufträgen auch die Identifikationsnummer des Ehegatten mitteilt. Ein Freistellungsauftrag ist ab dem 1.1.2016 unwirksam, wenn dem Kreditinstitut keine Steuer-ID des Gläubigers der Kapitalerträge und bei gemeinsamen Freistellungsaufträgen auch keine des Ehegatten vorliegen.

Fazit

Ab 1.1.2016 verlieren alle Freistellungsaufträge ohne Steuer-ID ihre Gültigkeit. Teilen Sie also Ihrem Kreditinstitut Ihre Steuer-ID mit, falls noch nicht geschehen.

Wer das Nachreichen der Steuer-ID dieses versäumt, kann die Abzüge bei den Kapitalerträgen erst über die Einkommensteuererklärung (Anlage KAP) in Höhe des Sparer-Pauschbetrages wieder zurückholen.