Erbschaftssteuer

Ein wichtiger Faktor bei allen Fragen rund um das Erbrecht ist regelmäßig die Erbschaftssteuer. Bei uns haben Sie den Vorteil, dass wir Sie ganzheitlich als Steuerberater, Rechtsanwälte und Fachanwalt für Steuerrecht im Bereich der Erbschaftssteuer beraten können. Bei uns erfolgt die Gestaltung der Nachfolgeplanung sowie von Testamenten und erbrechtlichen Verträgen und die Steueroptimierung aus einer Hand.

Vor dem Erbfall – also bei der Nachfolgeplanung – geht es darum, die Steuerlast möglichst zu reduzieren oder gar ganz auszuschließen.

Ist der Erbfall bereits eingetreten, stellen sich verschiedene Fragen: Muss eine Steuererklärung abgegeben werden? Wie hoch ist die Erbschaftssteuer? Gibt es auch hier noch Gestaltungsmöglichkeiten? Bei steuerlichen Sünden des Erblassers ist besonders schnelles Handeln geboten, um nicht selbst strafbar Steuern zu verkürzen.

Erbschaftssteuer vermeiden vor dem Erbfall

Die Nachfolgeplanung verfolgt meist mehrere Ziele wie eine gerechte Vermögensaufteilung, die eigene Versorgung sowie den Erhalt des Familienfriedens. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Vermeidung unnötiger Steuern.

Es geht dabei darum, das Vermögen möglichst so zu strukturieren, dass Steuerbefreiungen möglichst optimal genutzt werden können (insbesondere vorhandenem Betriebsvermögen oder beim Familienheim). Durch Schenkungen vor dem Erbfall können persönliche Freibeträge (im Einzelfall bis zu 500.000 EUR) eventuell mehrfach genutzt werden. Idealerweise können Vermögensübergange durch die Erstellung eines Testamens oder eines Erbvertrags so gestaltet werden, dass Erbschaftssteuer oder Schenkungssteuer erst gar nicht erst entsteht.

Bei der Nachfolgeplanung spielen übrigens oft auch andere Steuerarten eine große Rolle, z.B. die Einkommensteuer, die Grunderwerbsteuer, die Gewerbesteuer oder die Umsatzsteuer.

Nach dem Erbfall – Die Steuern korrekt abwickeln

Eine Steuererklärung für die Erbschaftssteuer müssen Sie nur dann einreichen, wenn Sie vom Finanzamt dazu aufgefordert werden. Damit das Finanzamt von Ihren Erbfall Kenntnis erlangt, müssen Sie grundsätzlich jeden der Erbschaftssteuer unterliegenden Erwerb dem Finanzamt gegenüber binnen einer Frist von drei Monaten anzeigen. Diese Frist beginnt, wenn Sie Kenntnis davon erlangen, dass Sie etwas geerbt haben.

ACHTUNG:
1. Wenn Sie diese Frist um mehr als einen Monat verstreichen lassen, besteht die Gefahr, dass Sie selbst steuerstrafrechtliche Probleme bekommen können. Sind also schon vier Monate vergangen, sollten Sie keinesfalls dann das Finanzamt kontaktieren, sondern immer zuvor einen jemanden, der sich mit Selbstanzeigen auskennt. Sprechen Sie uns an.
2. Noch weniger Zeit haben Sie, wenn Sie als Erbe von steuerlichen Sünden des Erblassers erfahren (z.B. Schwarzgeld im Nachlass oder bislang nicht erklärte Auslandseinkünfte). In diesem Fall müssen Sie unverzüglich handeln und dies dem Finanzamt anzeigen. Wie schnell genau das sein muss, hängt vom Sachverhalt ab – bei einfachen Sachverhalten wird teilweise angenommen, dass die Anzeige innerhalb eines Tages geboten ist. Um sich nicht selbst einem steuerstrafrechtlichen Risiko auszusetzen, sollte hier immer ein spezialisierter Anwalt eingeschaltet werden. Wir beraten Sie gerne.

Müssen Sie eine Steuererklärung im Bereich der Erbschaftssteuer abgeben, ist die Hilfe eines Steuerberaters vonnöten. So stehen wir Ihnen – z.B. im Fall von Immobilien oder eines Unternehmens – bei der steuerlichen Bewertung des Vermögens zur Seite und erstellen Ihre Steuererklärung.

Des Weiteren prüfen wir, ob auch noch nach dem Erbfall Gestaltungsmöglichkeiten gibt, z.B. durch Ausschlagung, Geltendmachung von Pflichtteilen und Berechnung des Zugewinnausgleichs. Schließlich kann es für den Erhalt von Steuerbefreiungen darauf ankommen, bestimmte Behaltensfristen einzuhalten.

Als Rechtsanwälte, Steuerberater und Fachanwalt für Steuerrecht können wir Sie zu sämtlichen Aspekten und ganzheitlich beraten.

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Schenkungsteuer: Vorsicht vor Vermögensübertragungen!

Eine schenkungsteuerpflichtige Zuwendung unter Ehegatten liegt auch dann vor, wenn ein Ehegatte den Vermögensstand seines Einzelkontos oder Einzeldepots auf den anderen Ehegatten überträgt. Beruft sich der beschenkte Ehegatte darauf, dass ihm schon vor der Übertragung der Vermögensstand zur Hälfte zuzurechnen war und er deshalb insoweit nicht bereichert sei, trägt er zudem nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 29. Juni 2016 II R 41/14 hierfür die Feststellungslast (objektive Beweislast).