Sofern Sie einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat erillten haben, können Ihnen im Rahmen der sogenannten Überbrückungshilfe II ein Anteil in Höhe von 40 – 90 % der förderfähigen Fixkosten erstattet werden.

Überbrückungshilfe II

Antragsberechtigt sind grundsätzlich Unternehmen aller Größen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen, wenn mindestens eines der folgenden beiden Kriterien erfüllt ist:

  • Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten.
  • Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Unternehmen, die vor dem 01.04.2019 gegründet wurden und aufgrund von starken saisonalen Schwankungen ihres Geschäfts (dies gilt für saisonale Schwankungen sowie z. B. für Schwankungen aufgrund von Krankheit, Mutterschutz/Elternzeit, Umbau oder Umzug), im Zeitraum April bis August 2019 zusammen weniger als 15 % des Jahresumsatzes 2019 erzielt haben, werden von der vorgenannten Bedingung des Umsatzrückgangs freigestellt.

Die Corona-Überbrückungshilfe II kann für maximal 4 Monate (September, Oktober, November und Dezember 2020) beantragt werden. Die Förderhöhe bemisst sich nach den Umsatzeinbrüchen der Fördermonate September, Oktober, November und Dezember 2020 im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten im Vorjahr.

Die Überbrückungshilfe II erstattet einen Anteil in Höhe von

  • 90 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 %
  • 60 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 % und ≤ 70 %
  • 40 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 % und < 50 %

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bei Unternehmen, die zwischen dem 01.09.2019 und dem 31.10.2019 gegründet worden sind, sind die Monate November 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen.

Die maximale Förderung beträgt 50.000 € pro Monat.

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare betriebliche Fixkosten. Personalkosten und Unternehmerlöhne nicht förderfähig. Dies gilt auch für fiktive/kalkulatorische Unternehmerlöhne sowie Geschäftsführergehälter von Gesellschaftern, die sozialversicherungsrechtlich als selbstständig eingestuft werden – etwas anderes kann für Solo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit höchstens 50 Mitarbeitern im Rahmen der NRW Überbrückungshilfe Plus gelten.

Überbrückungshilfe III

Für das kommende Jahr soll die Überbrückungshilfe bis Ende Juni 2021 verlängert und erweitert werden:

  • Erhöhung des Förderhöchstbetrags pro Monat von bisher 50.000 € auf 200.000 €.
  • Neustarthilfe für Soloselbständige: Oft profitieren Soloselbständige nicht von der Überbrückungshilfe, da sie nur geringe Fixkosten haben. Alternativ zum Einzelnachweis der Fixkosten können sie künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von 25 % des Vergleichsumsatzes in Ansatz bringen. So erhalten sie einen einmaligen Betrag von bis zu 5.000 € als Zuschuss.
  • Der Katalog erstattungsfähiger Kosten wird erweitert um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 €.
  • Abschreibungen von Wirtschaftsgütern werden bis zu 50 € als förderfähige Kosten anerkannt.
  • Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können für den Zeitraum März bis Dezember 2020 Ausfallkosten geltend machen.
  • Mit einem Sonderfonds für die Kulturbranche wollen wir unter anderem Bonuszahlungen für Kulturveranstaltungen ermöglichen und das Risiko von Veranstaltungsplanungen in der unsicheren Zeit der Pandemie abfedern.
  • Soloselbständige sind künftig bis zu einem Betrag von 5.000 € unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt (also auch ohne Einschaltung z. B. eines Steuerberaters oder Rechtsanwalts).

Wir helfen Ihnen bei der Antragstellung!

Bei der Überbrückungshilfe II muss der Antrag über z.B. einen Rechtsanwalt oder Steuerberater gestellt werden. Steuerpflichtige können ihn nicht selbst stellen. Wir helen Ihnen bei der Antragstellung. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie bereits bei uns Mandant sind oder nicht.

Für den Datenaustausch nutzen wir eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselungstechnologie, die DSGVO zertifiziert ist. Zum Schutz Ihrer sensiblen Daten arbeiten wir mit einem hochsicheren Cloud-Server. So bieten wir Ihnen einen digitalen Briefkasten, der die höchsten Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit erfüllt.

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